"DAS GEWÜRZKRÄMERKLEEBLATT"

2013

Posse von Johann Nepomuk Nestroy

Regie: Prof. Gerd Linke

Das „Gewürzkrämerkleeblatt“ ist eines der frühen Nestroystücke, in welchem der Autor noch nicht seine letzte Schlagkraft erreicht hat, wie z.B. bei „Lumpazivagabundus“, „ Der Zerrissene“, „Höllenangst“, etc., das aber bis in letzte Zeit wegen seines Unterhaltungswertes gerne gespielt wird. Nestroy hat hier eines der zahlreichen französischen Unterhaltungsstücke als Vorlage verwendet, ihm aber trotzdem schon seinen persönlichen stilistischen Stempel aufgedrückt.

Das „Gewürzkrämerkleeblatt“ lebt von einer leichten, stellenweise turbulenten, einfallsreichen Handlung, die allerdings bei der Bühnenumsetzung einer ebenso flotten, routinierten Darbietung bedarf. Für eine Laiengruppe keine so leichte Herausforderung!....

Kurz angedeutet der Inhalt:

Drei dicke Freunde des Gewürzkrämerstandes , heute würde man „Greißler“ sagen, machen sich Sorgen um den jeweiligen anderen Kollegen, d.h. um dessen moralisches und seelisches Wohl, genauer um sein Eheleben, weil sie glauben, dass deren Frauen auf Abwege geraten könnten.

Trotzdem kommt es zu keinem echten Skandal, obwohl alle 3 Männer versuchen, einen solchen aufzudecken und verschiedene Umstände gerade dieses verhindern!

Tatsächlich machen auch die Frauen nicht den Eindruck von reinen Engeln, kommen aber nicht zur Ausführung ihrer eventuellen Absichten. Also bleibt den rachsüchtigen Partnern nur der Ausweg, alle Pläne abzublasen und das Ganze sich in Wohlgefallen auflösen zu lassen, nach der Devise:

„Was ich nicht weiß….etc.,etc……, eine gesellschaftskritische Komödie also, die satirische Wirkung nicht verfehlt.